Wetten dass-Abbruch: die einzig richtige Entscheidung

Höher, schneller, weiter – die Wetten bei Wetten dass sind spektakulär. Das müssen sie auch sein, um die Sendung attraktiv zu machen. Gerade in den letzten Monaten ist der Quotendruck ja enorm gewachsen. Auch am Samstag lief wieder parallel das Supertalent bei RTL, das gerade in der jungen Zielgruppe Gottschalks Sendung zunehmend die Show gestohlen hat. Nun  angesichts des dramatischen Unfalls des Autospringers allerdings sofort einen Zusammenhang herzustellen zwischen sinkenden Einschaltquoten und zunehmendem Risiko bei den Wetten, ist ein unzulässiger Schluss. Höher, schneller, weiter – die Wetten sind schließlich schon von Anbeginn der Sendung spektakulär gewesen. Dass in all den Jahren nichts passierte, ist rückblickend die eigentliche Überraschung, nicht, dass es nun zu einem Unfall gekommen ist. Höher, schneller, weiter – immerhin hat das ZDF die einzig richtige Reaktion gezeigt, die Kameras weggedreht und die Sendung abgebrochen. Angesichts der Millionen Euro, die mit Wetten dass umgesetzt und verdient werden, hätte sich der Sender beim Weitermachen zu Recht dem Vorwurf der Skrupellosigkeit ausgesetzt gesehen. Das Negativbeispiel hat Pro7 bei Stefan Raabs Unfall in seiner eigenen Show ja vor nicht allzulanger Zeit geliefert.

Guter Mixer gesucht

Na, gesehen?


Das ist wohl das Ende der Filiale des insolventen Konzer Bäckers im Gartenfeld. Und was kommt jetzt? Ich wäre ja für eine kleine nette Cocktailbar, am besten nen Ableger des Funky aus Trier-Süd. Könnten die Schaufenster glatt erhalten bleiben, stylische oder schrammelige Einrichtung rein und zack – kulinarisches Angebot im Gartenfeld sinnvoll erweitert. Alternative 2: endlich mal ein richtiges Familiencafe. Mit netten kleinen Leckereien und Spielplatz im Hinterhof.
Sonst noch jemand ne Idee?

Testessen im Schnitzelhaus

So, Testessen im “Schnitzelhaus beim Klaus”, der neuen Kneipe in der Gartenfeldstraße, erledigt, hier der kurze Testbericht.

Minus:
- Nix los, wenig Betrieb. Das macht in einer Kneipe keinen Spaß.
- Vergleichsweise hohes Preisniveau, Schnitzelkarte von neun bis 13, 14 Euro. Tagesessen (nur mittags) für 6,50 Euro. Das wird den ein oder anderen Studenten zum Weitergehen in die City bewegen, gibt’s in vergleichbaren Resto-Kneipen günstiger.
- Auf der Karte fehlen ein paar Gerichte für den kleinen Hunger.

Pluspunkte:
+ Bier (Bit) war ordentlich gezapft
+ Bedienung war freundlich und einigermaßen aufmerksam
+ Einrichtung ist etwas liebevoller als vorher, Trier-Bilder an den Wänden
+ Keine Raucherkneipe mehr, Küchengeruch bleibt auch deutlich besser in der Küche, man könnte also auch mit Kindern tagsüber rein (ob’s Kinderstühle gibt, weiß ich aber nicht)
+ Essen hat geschmeckt, Schnitzel war gut, Portion reichlich groß genug.

Fazit: Ich werde wieder hingehen, es auch weiterempfehlen und hoffen, dass das Schnitzelhaus als Anlaufpunkt fürs Viertel erhalten bleibt. Vielleicht sollte der Klaus abends auch einfach mal die Außenbeleuchtung anknipsen, sonst merkt nämlich keiner, dass sich da was getan hat.

Warten auf Konjunkturpaket x

Und ich hatte mich schon gefreut: endlich, endlich werden die Schlaglöcher im Gartenfeld geschlossen, die Straßen erneuert, alles wird gut – da sagt der Vermessungstechniker der Stadt, der mit seinen Kollegen seit Tagen jeden Zentimeter im Viertel erfasst, bloß, das seien routinemäßige Vermessungen, schließlich müssten ja die städtischen Karten auf aktuellem Stand gehalten werden. Tja, warten wir halt aufs Konjunkturpaket vier, fünf, sechs oder sieben….

Schnitzelalarm im Gartenfeld

Na das ist ja mal eine gute Nachricht nach dem allseits und auch in diesem Blog heftig bedauerten Ende der Agritius-Schänke: Das Gartenfeld hat ne neue Kneipe. Heute Mittag wurden am ehemaligen Topspin in der Gartenfeldstraße die Schilder ausgetauscht. Da gibt es jetzt, siehe Bild, das “Schnitzelhaus beim Klaus”. Keine Ahnung, wer Klaus ist, und ob das überhaupt ein Neuanfang oder nur eine Umbenennung ist, aber ich drücke ihm im Interesse des ganzen Viertels die Daumen, dass er den Laden vernünftig ins Laufen bekommt. Verbunden mit der Hoffnung, dass

- der Thekenraum qualmfrei wird und man dann auch die Kinder zum Schnitzel mitnehmen kann
- der sogenannte Biergarten im Hinterhof mal etwas liebevoller als bloß mit grünem Teppichboden gestaltet wird
- es endlich gelingt, den Friteusengeruch da zu lassen, wo er hingehört, nämlich in der Küche statt in der Kneipe

Details aus der ausgehängten Karte kann ich mir an dieser Stelle ersparen – der Name ist halt Programm. Pils aus Bitburg ist geblieben, ein Glück.
Der Kneipen-Testbericht folgt demnächst an dieser Stelle.

Wann kommt die Gartenfeld-Weinkönigin?

Bin nach langen Jahren nochmal beim Olewiger Weinfest gewesen. Genauer gesagt bei der offiziellen Eröffnung mit Krönung der Weinkönigin. Das Fest selbst geht so richtig ja erst am Freitag los. Schon irgendwie seltsam, diese Konstruktion. Vier Olewiger Winzer küren die Trierer Weinkönigin. Dabei müsste es doch zumindest gefühlt ein paar mehr Winzer in der Stadt geben. Jedes Moseldorf hat einen großen Winzerverein oder irgendwelche Jungwinzer, bloß Trier hat nur einen Stadtteilverein.
Vielleicht sollten wir auch mal das Gartenfeld-Weinfest feiern und eine Gartenfeld-Weinkönigin krönen, genügend Weinberge gäbe es ja schon.

Zäsur für die Techno-Szene

Eine Zäsur für die Techno – Szene, ein trauriger Tag für Hunderttausende Fans, die eigentlich nur eine ausgelassene, fröhliche Party feiern wollten. Mindestens 15 Tote nach einer Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg – da fällt es nicht schwer zu prognostizieren, dass das wohl die letzte Love-Parade gewesen sein wird. Finanziell war die Ausrichtung ja ohnehin schon ein riskantes Spiel. Wenn jetzt nach offenbar heftigen organisatorischen Mängeln derart Dramatisches passiert, ist der Ruf der Veranstaltung wohl nicht mehr zu retten.

Es verwundert schon, dass es solch ein Versagen der Organisation (Menschenmassen vor einem absehbar zum Nadelöhr werdenden Tunnel) mit tödlichen Folgen gibt, wo doch sonst schon bei wesentlich kleineren Events in Deutschland Rettungswege und Notausgänge penibelst geprüft werden.

Und was so sicher ist wie das Amen in der Kirche: die Folgen der Ereignisse dieses Tages werden alle weiteren Techno-Großereignisse spüren, als nächstes sicherlich schon Nature One, das Techno-Spektakel auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna im Hunsrück. Können die Organisatoren für die Sicherheit der Besucher garantieren? Die Frage wird gestellt, das ist sicher, auch wenn die Veranstaltungen außer der Musik wenig gemeinsam haben. Und manchem Techno-Fan wird mit Blick auf den heutigen Tag die Lust zum Feiern erstmal vergangen sein. Eine Zäsur für die Techno-Szene eben.